LARP-Forum.com Chamberlords e.V. Baronie Falkenhain Baronie Wolfsmark Freie Stadt Leuenfurt

Land und Leute

  • Die Baronie Wolfsmark (allgemein)
  • Die Rechtssprechung
  • Der Handel
  • Das Heer
  • Die Religion
  • Wolfsmarker Liedgut

  • Die Baronie Wolfsmark

    Die Baronie Wolfsmark

    Trutzburg

    Im Jahr 605 ordnet Chlodwig von Wolfsmark den Bau an einer neuen, unbezwingbaren Feste an. Nur 44 Jahre später ist die Trutzburg vollendet und wird mehrere hundert Jahre Residenz derer von Wolfsmark. Die gleichnamige Siedlung vor den Toren der Trutzburg entstand, als sich die Arbeiter, die am Bau beteiligt waren, dort niederliessen. Besonderes Merkmal dieser mächtigen Feste ist der Brunnen des Schreckens, der im Jahr 996 fertiggestellt wurde.

    Zweibrücken

    Ebenso wie Nebelacker ist Zweibrücken einer der "Eckpfosten" von Wolfsmark. Malerisch unterhalb einer Klamm gelegen befinden sich dort viele Tavernen für Reisende und auch sonst mancherlei Vergnüglichkeiten. Die Ortschaft fällt unter den direkten Befehl des Kommandanten der Trutzburg. Der Name rührt von den zwei Brücken, welche über den Fealchu führen, her.

    Nebelacker

    Nebelacker liegt sowohl nah an der nördlichen Grenze (in Richtung Lieblicher Berg), als auch in direkter Nachbarschaft zur östlichen Grenze (in Richtung des Regis Nil), was dieser Besiedlung einen besonderen Wert verleiht. Zudem ist Nebelacker der fruchtbarste Anbauort für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Dem zu Folge ist es eine der besonders gut befestigten Besiedlungen von Wolfsmark und wird direkt von der Regierung verwaltet. Seinen Namen übrigens erhielt das Dorf wegen der starken Nebel, die vom Finstersee herüber ziehen und selbstverständlich wegen des Ackerbau.

    Das freyensteiner Moor

    Das freyensteiner Moor befindet sich unter Verwaltung der Familie des Wolfram Egilo zu Freystein.

    Wolfengrund

    Direkt in den alten Wäldern von Karash gelegen, ist dieses Stück Land noch benannt wie die Wolfsmark ursprünglich hiess. Hier geschah es im Jahr 475 vor Gründung des Reiches, dass Suran mit Hilfe des Volkes die Fremdherrschaften vertreiben konnten, die Wolfengrund in Wolfsmark umbenannten. Der Name Wolfsmark blieb zwar bestehen, aber im Gedenken an Suran wurde der Ort der Schlacht in Wolfengrund benannt.

    Der Finstersee

    Hinter der Felsenburg Wolfenhaupt erstreckt sich der Finstersee, der seinen Namen wegen seiner fast unauslotbaren Tiefe erhielt. Nur selten hat ein wagemutiger Abenteurer versucht, ihn zu durchschiffen, denn die starke Zuströmung des Fealchu und die herausragenden Untiefen machen ihn zu einer Falle für jedes Schiff.

    Das Eisengebirge

    Westlich der Wolfsmark erstreckt sich das gewaltige Eisengebirge. Wie der Name sagt, ist es reich an Eisenerzen, dass die Regierung von Strafgefangenen in den zahlreichen Mienen schlagen lässt. Ständig werden Expeditionen über das Gebirge und den Pass der 3 Brüder geschickt, um weitere Flöze zu erschliessen und um mehr über angebliche Besiedlungen jenseits des Gebirges herauszufinden. Oft bleiben diese Expeditionen verschollen, denn das Eisengebirge ist im Volksmunde nicht zu unrecht als sehr "launisch" beschrieben.

    Drei Brüder

    Der im im Eisengebirge liegende Pass der Drei Brüder erhielt seinen Namen wegen drei fast identisch wirkenden, neben einander stehenden Felsmassiven. Ein Volkslied besagt: "Wenn einer der drei Brüder fällt, hält nichts mehr die Welt". Worauf dieser Glaube begründet liegt ist nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass der Pass wohl auf beschwerlichen Wegen über das Gebirge führt.

    Schlangenbergen

    Mac Cuil hiess eine der ältesten Besiedlungen Wolfsmarks, der Ursprung dieses Namens kommt wohl noch aus der Zeit der Stammeswanderung. Ehemals fiel dieser Ort unter Einzugsbereich des Herrn von Wolfengrund. Im Jahre 1003 nach Gründung des Reiches allerdings fiel Mac Cuil an die heiligen Brüder, welche daraufhin, mit Einverständnis der Baronin Moruge von Wolfsmark, die Ortschaft in Schlangenbergen umbenannten. Die Einwohner haben diesen Namen noch nicht akzeptiert und benennen ihre Heimat weiterhin Mac Cuil.

    Korna

    Die Geschichte der Erbauung der Grenzfeste Korna ist lang. Dieser Bereich kennzeichnet scheinbar den alten Lebensraum der Korna, jenes Stammes, der zu den Urvätern derer von Wolfsmark zählt. Über die Jahrhundert entwickelte sich aus der Zeltstadt des Nomadenstamms eine Besiedlung, die dann zur Festung wurde. Noch heute fühlen sich die Bewohner von Korna ihren nomadischen Vorfahren besonders verbunden.

    Der Fealchu

    Nahe der Trutzburg fliesst die Goldrute von Falkenhain durch die Wälder von Wolfsmark und mündet schliesslich in den Fealchu, den grössten beschiffbaren Wasserlauf von Wolfsmark. Seinen Ursprung findet dieser im Eisengebirge, um sich alsbald in den Finstersee zu ergiessen, jenes unheimliche Gewässer, welches sich weit hinter der Feste Wolfenhaupt erstreckt. Kurz nachdem Fürst Laetitian von Sorshan im Jahr 1001 den Raken für die Schifffahrt als verboten erklärte, folgte auch Baronin Moruge nach.

    Die Hauptstadt

    Die Stadt Wolfenhaup Anno 649

    In der Hauptstadt Wolfenhaupt erstreckt sich die Feste Wolfenhaupt, die Erbheimat derer von Wolfsmark, düster und alt dem Himmel entgegen. Die Festung selbst verfällt seit mehreren Jahrhunderten, Baronin Moruges kümmert sich dennoch wieder um den Aufbau der einst glorreichen Burg. Das Gemälde oben zeigt, die Festung vor 354 Jahren. Wolfenhaupt ist sehr stark besiedelt und zeigt eine interessanterweise stark ausgeprägte Infrastruktur.

    Auf den Märkten in den Strassen kann man so gut wie alles kaufen - hat man das nötige Geld dazu. Händler aus allen Bereichen kommen hierher, trotzdem überwiegt der Handel mit Eisenwaren. Man sieht Musiker, Gaukler und leichte Frauen - das alles wirkt wie ein krasser Gegensatz zu den kleinen Dörfern in Wolfsmark (die widerrum so gut wie nie von aussen besucht werden).

    Die Feste Wolfenhaupt hingegen bleibt dennoch meist einsam. Die Siluhette wirkt dunkel und unfreundlich auf jedermann. Ein Gerücht erzählt von einer Zauberschule in den Hallen von Wolfenhaupt, wo angeblich Menschenexperimente mit Leibeigenen von 6 Adepten und deren Leiter Desgracia Encanto durchgeführt werden sollen. Diese Verleudmung lässt die Baronin bestrafen.

    Des weiteren munkelt man von einem großem Tunnelsystem, dass sich bis tief in den Berg der Festung winden soll. Wer es gegraben hat und welchen Zweck es erfüllt ist allerdings unbekannt.

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    Die Rechtssprechung

    Die Baronin und ihr Beraterstab hält nichts von weicher, antiautoritärer Fühung des Besitzes. Mit harten Gesetzen kontrolliert sie Recht und Ordnung. Der gewogene Leser mag auch das Strafgesetzbuch von Wolfsmark einsehen.

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    Der Handel

    Die wichtigste Handelsware in Wolfsmark ist Eisen, welches in den vier grossen Eisenmienen in der westlichen Bergkette, die zugleich auch eine Grenze der Baronie bildet, abgebaut wird. Die Schmiede von Wolfsmark stellen daraus starke, schwer zerbrechliche Waffen her, die auch vom ästethischen Aspekt durchaus ihres Geldes wert sind. Natürlich werden auch andere Dinge gearbeitet, zum Beispiel Wagenbeschläge, einige wenige landwirtschaftliche Werkzeuge, Schmuckstücke und selbstverständlich Rüstungen.

    Landwirtschaftlich allerdings ist Wolfsmark nicht gut bestellt. Viel zu wenig Männer und Frauen werden Bauern, sondern treten als Soldaten in den Dienst der Baronin. Diese Soldaten soll sie wohl auch schon ihrer nördlich angrenzenden Baronie geliehen haben - natürlich nur unter Deckung ihrer Kosten. So zum Beispiel bezieht sie aus der nördlichen Baronie einen Grossteil der notwendigen Ergänzung zur Ernte.

    Eine grosse, bemerkenswert gut ausgebaute Handelsstrasse führt durch die Baronie, zur Hauptstadt und allen angrenzenden Baronien.

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    Das Heer

    Das Heer von Wolfsmark gleicht einem kunterbunten Haufen. Denn nur 50% der Soldaten dienen der Baronie aus eigenem Willen - sie sind es, die die höchsten Würden erreichen können. Zu 30% verlässt man sich auf ziehende Söldnerhaufen, die für gutes Geld ihre Dienste anbieten, ohne Fragen zu stellen. Die widrigsten Positionen sind den Zwangsrekrutierten zugedacht, die immerhin 20% des Militärs ausmachen. Insgesamt besteht das Heer aus über 300 Männern und Frauen. Diese Zahl kann natürlich jederzeit durch weitere Erhebungen in der Bevölkerung oder durch das Rekrutieren weiterer Söldner erhöht werden.

    Eingeteilt werden die Mannen in die drei Hauptsektoren Reiterei, Schützen und Infantrie, wie folgt:

    Reiterei Schützen Infantrie

    Die Soldaten geniessen nicht den besten Ruf in den umliegenden Gegenden, es sind harte Kämpfer, die es als zu ihrem Lohn zugehörig betrachten, im Kriegsfalle auch zu brandschatzen und zu plündern. Aus Angst sind sie dem obersten Feldherr, dem Schlächter von Wolfsmark treu ergeben.

    Besonders wichtig für die Baronie ist die Grenzfestung Trutzburg. Von dort aus können jederzeit mehrere Einheiten aller Waffengattungen zur Verstärkung gerufen werden. Dies geschieht durch den Einsatz der Waldläufer(brigade), die in der ganzen Baronie verteilt, als schnelle Boten dienen.

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    Die Religion

    Der offizielle Glaube des Landes ist aktuell der Schlangenkult. Allerdings viel verbreiteter unter dem Volk ist immer noch der alte Glaube an die Wölfe, der geschichtlich weit zurückverfolgt werden kann. Führerin ist die "grosse Mutter", wie die gebräuchliche Beschreibung dieser Wanderin ist. Es heisst, wer sie wahrlich mit ehrlicher Absicht sucht, wird sie jederzeit finden.

    Der Glaube der Wölfe ist inzwischen über 4000 Jahre alt und findet seine Ursprünge in der alten Sage von Gorians Fall. Die Sage erzählt von den beiden grossen Königen Amergin und Aillen mac Midna, die miteinander in Frieden herrschten, bis sie beide in Liebe zu der gleichen Frau -Deidre- verfielen. Der Streit um die Frau endete schliesslich in einem blutigen Krieg, bei dem beide Könige ihr Volk gegenseitig ausrotteten, bis schliesslich Navar, der übermächtig erscheinende Magier, alle drei in die Gestalt von Wölfen verbannte und dazu verfügte, dass sie auf ewig das Land zu schützen haben, um ihre Schuld abzugelten.

    Die Bedeutungen (Schlüsselwörter)der drei Schutzgestalten:

    Aillen mac Midna:

    Der alte Wolf, die Erfahrung (das schuldige Wissen), der Kämpfer, das Feuer (Rune: Eihwaz), der Herbst und Winter.

    Schon in der Sage erfährt man über diese Figur des Wolfes, dass er ein kämpferischer, erfahrener Mann ist, der mit grosser Willensstärke seine Vorgehen beginnt. Doch er zeigt auch Einsicht, wo der unerfahrene Amergin nach Kampf ruft. Er gilt als "Begleiter" der Krieger in Kämpfen, als Führer in den Tod. "Von Gestalt ist er schwarz und gross, ein dunkler Schatten gleichzeitig wie Angst und Hoffnung", so berichtet eine Überlieferung.

    Am ersten Tag des Winters wird die Nacht des Schwertes zelebriert. In dieser Nacht werden alle Krieger geprüft auf ihre Willensstärke, ihren Kampfesmut.

    Amergin:

    Der junge Wolf, das (unschuldige) Wissen, der Schützer, das Wasser (Rune: Allgiz), der Frühling

    In der Sage ist Amergin der junge, kluge Herrscher, der schützend seine Hand über das Volk legt und mehr Dichter ist als Krieger. So kann er sich nur auf seine Berater verlassen, die ihn in den schrecklichsten Krieg stürzen, den es jemals geben sollte. Er gilt als Schützer des Lebens, allerdings mehr im geistigen Sinne. "Von Gestalt ist er hell wie der Mond und schlank, seine Augen scheinen tausend Leben geblickt zu haben", so berichtet ein Volkstum.

    Am ersten Tag des Frühlings wird das Fest der Lichter gefeiert.

    Deidre:

    Der erwachsene Wolf, der Instinkt, das Fruchtbare, das Blut/Die Erde (Rune: Jera), der Sommer

    Deidre ist in der Sage von höchst zweifelhaftem Ruf - schliesslich ist sie es, welche die Ordnung zwischen Amergin und Aillen (Gut und Böse) stört und damit in den Krieg stürzt. Doch gleichzeitig ist sie auch die Mittlerin zwischen den Beiden, die sie erstmalig zusammen bringt. So gilt sie als "Erschafferin", als Symbol der Fruchtbarkeit - verbunden mit dem Blutzoll, den alles Leben bezahlen muss. "Ihre graue Gestalt würd blenden die Sterne, wäre sie nicht gebunden an die Erde", spricht eine Überlieferung.

    Am ersten Tag des Sommers wird der Ritus des Blutes zu ihren Ehren begannen.

    Das Element Luft findet in keine der drei mythologischen Figuren eine direkte Zuordnung. Vielmehr verhält es sich so, dass der Wind allen dreien als Begleiter zugeordnet wird.

    Die vierte Person der Mythologie, Navar, wachte laut Sage über die Wölfe und erzählte die Geschichte ihrer Verbannung, auf dass sie sich niemals wiederhole. So wurde er zum ersten Hüter der Wölfe - und zu deren erstem "Priester". Dieses "Amt" ist bis heute erhalten geblieben. In den alten Zeiten, vor dem ersten Verbot des Glaubens im Jahr 1402 vor Gründung des Reiches, war dies eine Position höchsten Ansehens und es hiess, dass die Erfahrungen Navares und all seiner Nachfolger sich in dem neuen Hüter der Wölfe (oder auch Vater/Mutter der Wölfe, heute grosser Vater/grosse Mutter) vereinigen. Eine Quelle bestätigt dies in dem euphemistischen Satz

    "Ich sah sie zum Frasse der Würmer, ihre toten Leiber in kalten Laub, bevor ich selbst Licht erblickte".

    Diesen Anspruch höchsten Einflusses erhob der alte Glaube in der Geschichte nur noch einmal, mit dem Beginn von Surans Herrschaft im Jahr 475 vor Gründung des Reiches, in dem Suran durch den Hüter der Wölfe selbst zum Herren der Wolfsmark ernannt wird. Die letzte in den Chroniken vermerkte, vergleichbare Amtshandlung geschieht im Jahre 70 vor Gründung des Reiches, als die Hüterin der Wölfe das neue Herrscherpaar vermählt.

    Seit etwa zwei Jahren wird der Alte Glaube sogar durch die Hetzer des Schlangenkultes verfolgt, die Baronin Moruge zu Wolfsmark hat die Ausübung in einem Edikt sogar bei Todesstrafe verbieten lassen.

    Auzug aus der Chronik der Wolfsmark:

    "Der große Herr Frieder aber, der alle edlen Herren an Tapferkeit übertraf, zeichnete sich durch Weisheit aus. Denn er erwog, da es zu seiner Zeit seinesgleichen an Klugheit nicht hatte, dass das edle Volk der Baronin von Wolfsmark im eitlen Irrglauben der Wölfe und der 4 Elemente nicht dürfe befangen bleiben, und bemühte sich auf alle Weise, es auf den wahren Weg zu führen. Teils durch sanfte Überredung, teils durch kriegerische Gewalt zwang er und sein treuer Gefährte Friederich, auch der Wüterrich genannt, es dazu und erreichte endlich im dreissigsten Jahre das Ziel das er so lange unablässig im Auge gehabt hatte und erhielt gleichsam den Stand eines edlen Herren. Dadurch wurde das Volk der Wolfsmark geeint, das zuvor den Irrglauben der Wölfe und der Elemente verfallen war und glaubte von nun an die große eine Schlange."

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    Wolfsmarker Liedgut

    Auch in der Wolfsmark singt man gern, Lieder des Lobes über die Herren, Lieder des Mutes über die Soldaten. Und freilich auch Trinklieder...

     

    Männer wie Wölfe

     

    Alle die Ashen die Treue schwören,
    müssen Männer wie Wölfe sein.

    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe, die sind wie Wölfe,
    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe die laufen mit.

    Alle die in grosse Schlachten ziehen,
    müssen Männer wie Wölfe sein.

    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe, die sind wie Wölfe,
    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe die laufen mit.

    Alle die Tode und Feuer nicht fürchten
    müssen Männer wie Wölfe sein.

    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe, die sind wie Wölfe,
    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe die laufen mit.

    Alle die Schwerter und Äxte schwingen,
    müssen Männer wie Wölfe sein.

    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe, die sind wie Wölfe,
    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe die laufen mit.

    Alle die Falken und Schlangen fangen,
    müssen Männer wie Wölfe sein.

    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe, die sind wie Wölfe,
    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe die laufen mit.

    Alle die mit uns Brandschatzen wollen,
    müssen Männer wie Wölfe sein.

    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe, die sind wie Wölfe,
    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe die laufen mit.

    Alle die gern dem Mete frönen,
    müssen Männer wie Wölfe sein.

    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe, die sind wie Wölfe,
    Jan und Hein und Claas und Pit,
    die sind wie Wölfe die saufen mit.

    (Liedgut der Waldläuferbrigade, um 996
    Die fünfte Strophe ist mit der Einführung des Schlangenglaubens verboten worden)

     

    Wolfsmark ist ein schönes Land

     

    Sag an, wo gibt´s die schönsten Mädchen, sag es mir, sag es mir
    Nach Wolfsmark mußt du gehen, die schönsten Mädchen sehen!
    Denn Wolfsmark ist ein schönes Land, es ist in Moruges´s fester Hand!

    Sag an, wo gibt´s die schärfsten Waffen, sag es mir, sag es mir
    Nach Wolfsmark mußt du gehen, die schärfsten Waffen sehen!
    Denn Wolfsmark ist ein schönes Land, es ist in Moruges´s fester Hand!

    Sag an, wo gibt´s die kühnsten Krieger, sag es mir, sag es mir
    Nach Wolfsmark mußt du gehen, die kühnsten Krieger sehen!
    Denn Wolfsmark ist ein schönes Land, es ist in Moruges´s fester Hand!

    Sag an, wo gibt´s die klügsten Herrscher, sag es mir, sag es mir
    Nach Wolfsmark mußt du gehen, die klügsten Herrscher sehen!
    Denn Wolfsmark ist ein schönes Land, es ist in Moruges´s fester Hand!

    Sag an, wo gibt´s den größten Schlächter, sag es mir, sag es mir
    Nach Wolfsmark mußt du gehen, den größten Schlächter sehen!
    Denn Wolfsmark ist ein schönes Land, es ist in Moruges´s fester Hand!

    Sag an, wo gibt´s die schönste Braut, sag es mir, sag es mir
    Nach Wolfsmark mußt du gehen, Triandaphilo sehen!
    Denn Wolfsmark ist ein schönes Land, es ist in Moruges´s fester Hand!

    Sag an, wo gibt´s die schönste Hochzeit, sag es mir, sag es mir
    Nach Wolfsmark mußt du gehen, schönste Hochzeit sehen!
    Denn Wolfsmark ist ein schönes Land, es ist in Moruges´s fester Hand!

    (Nach dem Barden Gutzli anlässlich der Hochzeit von Comtess Triandaphilo, um 1003
    Nach dem Eklat zwischen Baronin Moruge und Comtess Triandaphilo sind die letzten zwei
    Strophen in Wolfsmark unüblich)

     

    Hoch lebe die Baronin

     

    Alles schweiget, wenn sie spricht, denn ihr Wort ist das Gericht
    Verneigt euch tief vor ihrer Majestät -Nur ein Wort- und es ist zu spät!
    Hoch lebe die Baronin von Wolfsmark! Hoch! Hoch!

     

    Der Donner knallt, sie ist der Blitz!
    Sie spricht scharf -die Worte- spitz!
    Ihr Feuer brennt, die Flammen -heiß!
    Sie ist eine Göttin, sie ist der Beweis!
    Hoch lebe die Baronin von Wolfsmark! Hoch! Hoch!

     

    Sie ist die Ebbe, sie ist die Flut!
    Sie entscheidet, was bös ist, was gut!
    Sie teilt den Sturm mit ihrem Arm,
    stoppt in der Luft den Vogelschwarm!
    Hoch lebe die Baronin von Wolfsmark! Hoch! Hoch!

     

    Sie zu fordern -besser wagt es nicht!
    In Himmel und Hölle hat ihr Wort Gewicht!
    Gebt ihr die Ehre, die nur ihr gebührt -
    auf dass ihr nicht in Finsternis friert!
    Hoch lebe die Baronin von Wolfsmark! Hoch! Hoch!

     

    Sie schmilzt den Stein, sie kippt das Boot!
    Sie bringt den Feinden Pest und Not!
    Die Hölle tut auf ihren Schlund,
    gibt die Baronin erst ihr Urteil kund!
    Hoch lebe die Baronin von Wolfsmark! Hoch! Hoch!

     

    (Nach dem Barden Gutzli, um 1003
    Die zweite Strophe ist mit der Einführung des Schlangenglaubens verboten worden)

     

    Die Saufbrüder

     

    Die Saufbrüder haben eine fröchliche Zunft
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Am Abend halten sie Zusammenkunft
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Ob Wein oder Met, erst wenn keiner mehr steht,
    hör´n die saufenden Brüder mit saufen auf!
    Sie saufen den Met, bis dass keiner mehr steht, drum:
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!

     

    Die Söldner haben ein schweres Geschick
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    So mancher kehrt nicht mehr vom Felde zurück!
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Sie kämpfen am Tag und sie wachen in der Nacht,
    und der Met schmeckterst, wenn der Sieg vollbracht!
    Sie kämpfen am Tag und sie wachen in der Nacht, drum
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!

     

    Wenn Musikanten spielen auf zum Tanz
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Die Mädchen winden sich einen Blumenkranz
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Die Wangen der Mädel sind rot vom Wein,
    und sie schenken den Musikanten ein!
    Die Wangen der Mädel sind rot vom Wein, drum
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!

     

    Die Zwerge saufen Tag und nacht
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Sie saufen auch noch weiter, wenn der Morgen erwacht
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Der Zwergenwanst ist ein bodenloses Faß,
    und beim Bier haben Zwerge den größten Spaß!
    Der Zwergenwanst ist ein bodenloses Faß, drum
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!

     

    Wir Saufbrüder haben doch die fröchlichste Zunft:
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Und heute halten wir Zusammenkunft:
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!
    Ob Wein oder Met, erst wenn keiner mehr steht,
    hör´n wir saufenden Brüder mit saufen auf!
    Wir saufen den Met, bis dass keiner mehr steht, drum:
    Füllt den Becher, hoch den Becher,
    trinkt ihn aus!

     

    (Nach dem Barden Gutzli, um 1002)

     

    Hymne auf die Schönheit der Baronin von Wolfsmark

     

    So wie die Sonne spiegelt sich im Gold
    glänzt die Schönheit der Baronin hold!
    Anmutig, edel in ihrer Macht
    besiegt sie die düstre, kraftlose Nacht!

     

    Und Moruge´s Schönheit erstrahlet im Licht,
    denn Schönheit ist mutig -
    sie fürchtet sich nicht!

     

    Des Hammers Schlag tönt durch das Tal,
    er schmiedet den härtesten, edelsten Stahl!

     

    Denn Marmor, Stein und Eisen bricht,
    wenn die Frau Baronin spricht!
    Alles, alles geht vorbei -
    doch Wolfsmark ist ihr treu!

     

    (Nach dem Barden Gutzli, um 1002)

     

    Des Kämpfers Kanon

     

    Hej-ho, Krieger nimm das Schwert!
    Wolfsmark ist uns Blut und Leben wert!
    Ziehn wir in den Kampf für unsre schöne Heimat!

     

    (Nach dem Barden Gutzli, um 1004)


    Von Gutzlis Lieder finden sich im Archiv Originalabdrucke. Seid ihr interessiert folgt diesem Weg. Auch ist es Gutlied gelungen, viele Lieder für die Ewigkeit auf silbrig glänzenden Scheiben festzuhalten. Solltet Ihr Euch eine dieser Scheiben wünschen, sendet den Spielleuten eine Brieftaube